Da hat doch jemand was vor!

Ein unermüdlicher Mensch gibt kräftige Lebenzeichen

, Deutschfeistritz [von Werner Miklautsch]
Pressefoto von Hermann Härtel, sen.
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Er ist Steirer, er ist Musikant, hat Kaufmann und Nähmaschinenmechaniker gelernt, alles hinter sich gelassen und hat seine Musikleidenschaft zum Beruf gemacht: In der Kulturabteilung der Steiermärkischen Landesregierung. Und dort ist er an der Entwicklung und Umsetzung so mancher Projekte weit im überregionalen Raum redlich beteiligt. Wer glaubt, das ist schon alles, der irrt gewaltig.

Der Mensch, von dem hier die Rede ist, war in seinen letzten Berufsjahren nicht unbedingt vom Glück gesegnet. Politische Vereinnahmung seines Wirkens, Austricksen durch Vorgesetzte und Untergebene, Verschweigen seiner fruchtbaren Aufbauarbeit, die für den Alpenraum nachhaltige Bedeutung hat. Es sind ernüchternde Erfahrungen rund um Kulturpolitik, im wahrsten Sinne des Wortes.

Hermann Härtel, mag so was wie ein Kulturrebell in den Augen von so manchen Entscheidungs­trägern sein. Mit „Entscheidungs­träger“ sind hier Leute gemeint, die mit Volkskultur kaum was „am Stecken“ hatten, und erst in ihrer Wichtigkeit in Erscheinung traten, als das Volksliedarchiv mitsamt seinen vielfältigen Projekten in aller Munde war. Da war leicht zu ernten und auf den Vordenker zu verzichten. Härtel war es, der den Begriff Volkskultur als Markenzeichen bekannt machte. Heute hat er sich von dieser Begrifflichkeit längst abgewandt.

Trotz instinktivem Drang, in der Kulturabteilung seinen – nein nicht seinen, sondern den einzig vernünftigen – Weg einzuschlagen, wurde ihm oft genug der Weg mit Steinen verlegt. Hindernisse, die es eigentlich nicht geben dürfte, doch in der modernen Business-Gesellschaft unbedingte Notwendigkeiten darstellen und sei es schlussendlich nur eine Postenfabrikation für – naja, ihr werdet's eh schon wissen.

Tatsächlich erzeugen Widerstände oftmals ungeheuerliche Energien, und das sehen wir an Hermann Härtel tatsächlich, der in seiner angeborenen und weiter­entwickelten Vielseitigkeit nach wie vor Steine ins Rollen bringt und dabei hoffentlich den einen oder anderen Quertreiber damit überrollt und so auch sein Ziel erreicht. Nicht selbst im Rampenlicht stehen, sondern eine in Jahrhunderten gewachsene Kultur am Leben zu erhalten, für unsere Kinder und Kindeskinder, für nachkommende Generationen und insbesondere für die Menschen, die heute schon davon überzeugt wurden, die Kuh sei lila.

Einen besonderen Weg geht Hermann Härtel mit seiner neuen Webseite, einen Weg, der von Hindernissen frei ist, wo er sich entfalten kann, wo er sagen (schreiben) kann, was er will und dafür auch selbst die Eigenverantwortung trägt. Wo nicht die erste Frage ist »haben Sie schon einen Businessplan?«, sondern »wo fange ich bei diesen vielen interessanten Themen an?« Die Vielseitigkeit von Hermann Härtel wird auf dieser Webseite ziemlich klar und deutet klar darauf hin, dass dieser unermüdliche Mensch noch viel vor hat. Dies sind deutliche, kräftige Lebenszeichen, vor allem für unsere jüngeren Leserinnen und Lesern, denen unsere klingenden Traditionen ein Anliegen sind.

Mit derzeit über tausend Schriftstücken, die auf www.hermannhaertel.eu/lesesaal zu finden sind, ist es empfehlenswert, sich nach und nach einzuarbeiten. Die Suche nach Themen kann über sechzehn „Kategorien“ (Kolumnen, Aufsätze, Referate etc.) erfolgen, aber auch über die Suchmaschine, denn alle Schriftstücke sind ausführlich verschlagwortet. Der Autor empfiehlt darüber hinaus, die Zitatesammlung aufzurufen; in ihr sind die wesentlichen Erkenntnisse aus dem gesamten Konvolut zusammen­gefasst.

Wer zuvor die „Einführung“ durch Dr. Heimo Schönhofer, die „Wortspende“ des Autors sowie die „Benutzerhinweise“ gelesen hat, wird mit diesem Gesamtbild einen brauchbaren Überblick erhalten.

Referenz: Die neue Webseite von Hermann Härtel

#880 Personalien

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